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Pflanzen für bestimmte Farben


 
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Mary
Mustertester


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Anmeldungsdatum: 07.02.2006
Beiträge: 330
Wohnort: nördl. Bremen

BeitragVerfasst am: 11.05.2006, 15:36    Titel: Pflanzen für bestimmte Farben Antworten mit Zitat

zum Orangefärben

Färbermeier (Asperula tinctoria) - orange (Wurzeln)
Sumpfdotterblume (Caltha palustris) - orange und oliv

zum Rotfärben

Ackerröte (Sherardia arvensis) - rot
Dahlien - rot (Blüten)
Dost (Origanum vulgare) - braun und hochrot (Kraut)
Echter Steinsamen (Lithospermum officinale) - rot (Wurzel)
Himbeere (Rubus idaeus /caesus) - rot-lila (Frucht)
Klatschmohn (Papaver rhoeas) - rot
Krapp, Färberröte (Rubia tinctorum) - rot
Natternkopf (Echium vulgare) - rot (Wurzel)
Sauerampfer (Rumex acetosa) - gelb (Wurzel); rot (Blätter)
Sumpffingerkraut (Potentilla palustris) - rot
Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus) - gelb (Blüten); rot (Wurzeln)
Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis) - rot und blau (Wurzel)
Waldmeister (Galium odoratum) - rot (Wurzel)

zum Blaufärben

Echter Alant (Inula helenium) - blau
Garten-Melde (Atriplex hortensis) - blau (Stengel)
Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris) - blau (Blüte)
Mahonie (Mahonia aquifolium) - blau-lila (Beeren)
Wacholder (Juniperus communis) - blau (Nadeln)
Waid, dt. Indigo (Isatis tinctoria) - blau und grün
Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis) - rot und blau (Wurzel)

Und das habe ich heute noch gefunden:


Zwergblatt, Attich (Sambucus ebulus) - blau

zum Grünfärben

Adlerfarn (Pteridium aquilinum)- grün (junge Spitzen)
Echtes Herzgespann (Leonurus cardiaca) - oliv
Grosse Brennessel (Urtica dioica) - grün (Blätter und Triebe)
Krauser Rhabarber (Rheum rharbarbarum) - grün
Liguster (Ligustrum vulgarum) - grün (Blätter)
Maiglöckchen (Convallaria majalis) - grün (Blätter)
Schachtelhalm (Equisetum arvense) - grün (Pflanzengrün)
Sumpfdotterblume (Caltha palustris) - orange und oliv
Waid, dt. Indigo (Isatis tinctoria) - blau und grün
Waldziest (Stachys sylvatica) - grün (Blätter)
_________________
Mary


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Mary
Mustertester


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Anmeldungsdatum: 07.02.2006
Beiträge: 330
Wohnort: nördl. Bremen

BeitragVerfasst am: 11.05.2006, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

auch diese Anleitungen sind mir auf den Bildschirm gekrabbelt:

Krapp

Farbstoffgewinnung:
Die 20 bis 30cm langen Wurzeln werden ab dem dritten Jahr im Frühling und im
Herbst gesammelt, getrocknet und schließlich geschnitzelt oder gemahlen. Die
rote Farbe entwickelt sich erst durch das Trocknen der Wurzelstöcke.

Färben:
Der Farbstoff in der getrockneten Krappwurzel ist ein Beizenfarbstoff für
Wolle, Baumwolle und Seide. Zum Färben weicht man die Wurzel einen Tag
vorher im Wasser ein. Beim Färbevorgang kommt das Textilmaterial zusammen
mit der Krappwurzel und dem Einweichwasser in das Färbebad. Das Bad wird
etwa eine Stunde bei einer Temperatur von 70-80°C konstant gehalten. Geht
man mit der Temperatur darüber, wird die Farbe nicht rot, sondern etwas
bräunlicher. Damit die Färbung gleichmäßig gelingt, sollte das Bad ständig
umgerührt werden. Bei der Verwendung von Alaun beim Beizen entstehen
leuchtend rote Farbtöne auf der Stofffaser, Eisensalze führen zu bräunlichen
Nuancen.


Schminkwurz Alkanna färbende Ochsenzung Rinde und Wurzel:
Alkannin und Alkannan,Anchusasäure und Alkannasäure

Farbstoffgewinnung und Färben:
Die Farbstoffe aus der Alkannawurzel sind nicht wasserlöslich. Daher
übergießt man die Wurzeln mit Alkohol und lässt die Mischung für eine Nacht
stehen. Danach filtriert man durch ein Geschirrtuch und vermischt das Ganze
mit heißem Wasser, das ein paar Tropfen Geschirrspülmittel enthält. In
dieser Lösung kann man die vorgebeizten Textilien färben. Mit einer
Alaunbeize erhält man violette Färbungen, die allerdings relativ
lichtempfindlich sind.


Färberginster Farbstoffe: in Blüten, Blättern und Zweigen Luteolin

Farbstoffgewinnung:
Die färbenden Pflanzenteile werden am besten schon vor der Blüte gesammelt
und getrocknet.

Färben:
Färberginster gehört wie Reseda zu den Beizenfarbstoffen. Die Färbung
erfolgt auf vorgebeizter Wolle. Da Färberginster nicht so farbstark wie
Reseda ist, muss der Farbstoffextrakt besonders stark konzentriert werden.
Mit Alaunbeize erhält man ein Zitronengelb, das durch eine Nachbehandlung
mit Eisen(II)-sulfat dunkelbraun wird. Mit Kupfer(II)-sulfat als Beizmittel
ist auch eine grünolive Farbe zugänglich.


Färberkamille Farbstoffe: Apigenin, Luteolin, Quercetagenin und
Paluletin in Blüten und Blättern


Farbstoffgewinnung:
Die Blütenköpfchen werden während der Blütenzeit gesammelt und getrocknet.

Färben:
Die Farbstoffe in der Färberkamille gehören zu den Beizenfarbstoffen, sie
färben gelb. Die Vorbeize erfolgt mit Alaun, gefärbt wird wie bei der
Reseda. Bei der Verwendung von Weinstein als Beizmittel erhält man eher
goldgelbe Färbungen.


Färbermeister Farbstoffe: in der Wurzel Pseudopurpurin, Purpurin,
Alizarin

Farbstoffgewinnung und Färben:
Die Gewinnung und das Färben entspricht dem Vorgang bei der Gewinnung von
Krappwurzel


Färbersumach Farbstoffe:Blätter: Myricetin, Quercetin, Kämpferol, u.a.
Kernholz: Fisetin, Fustin, Sulfuretin


Farbstoffgewinnung:
Das Kernholz des Strauches wird zerkleinert und zu Mehl verarbeitet. Dann
kocht man das Mehl mit verdünnter Sodalösung aus und dampft die filtrierte
Lösung bis zu einer Dichte von 1,04g/cm3 ein. Beim Abkühlen scheidet sich
ein braungrüner Farbstoff aus, der nach dem Abfiltrieren und Trocknen als
"Cotinin" in den Handel kommt. Die Farbstärke soll 60mal stärker sein als
die von normalem Holz.

Färben:
Die mit Alaun oder Weinstein vorgebeizte Wolle wird in einem konzentrierten
Extrakt des Fisetholzes gefärbt. Bei schwächeren Konzentrationen erhält man
gelbe bis orange Farbtöne, bei starken Konzentrationen sind auch dunkelrote
Farbtöne möglich - beispielsweise mit einer Beize aus 25% Alaun und 6%
Weinstein.


Indigo

Farbstoffgewinnung:
Die Pflanzenteile werden zur Blütezeit abgeschnitten und in großen Behältern
mit Wasser bedeckt und der Gärung überlassen. Dabei bildet sich aus dem
wasserlöslichen, gelben Farbstoff Indican durch eine Oxidation mit Luft
dunkelblaues, wasserunlösliches Indigo. Dieses wird nach der Trocknung in
Blöcke geschnitten und gelangt so in den Handel. Der Umwandlungsprozess wird
noch durch das Schlagen mit Stöcken und Schaufeln beschleunigt, wodurch viel
Luft an die Farbstofflösung gelangt.

Färben:
Indigo ist ein Küpenfarbstoff. Zum Färben werden die Indigoblöcke
pulverisiert und mit einem sogenannten Verküpungsmittel wieder in die
ursprüngliche wasserlösliche und gelbe Form gebracht. In die so hergestellte
Küpe werden die Textilstücke getaucht, die sich vorerst knallgelb färben. An
der Luft wandelt sich der gelbe Farbstoff Indican auf den Textilstücken dann
schließlich wieder zum blauen Indigo um. Auf diese Art und Weise werden noch
heute die Jeans gefärbt, sofern noch echter, pflanzlicher Indigo verwendet
wird


Färberwaid

Färben:
Die Waidkugeln wurden früher von den Angestellten der Färber, den
Waidknechten, mit Urin angefeuchtet und einer erneuten Gärung ausgesetzt.
Nach einer Lagerzeit von etwa zwei Jahren kam der vergärte Waid in die
Färbehäuser. Dort wurde er nochmals mit Urin und Pottasche bei 60°C
verrührt. Erst nach 3 Tagen entstand eine Brühe, die Küpe, welche zum Färben
geeignet war. Die Textilien wurden für eine Stunde in die Küpe getaucht.
Beim Herausziehen der gefärbten Stoffe waren diese zunächst gelb eingefärbt.
Erst an der Luft entwickelte sich auf den Textilien durch eine Oxidation die
blaue Farbe.


Färbermädchenauge

Farbstoffgewinnung und Färben:
Die Blüten werden geerntet und getrocknet. Das Färben erfolgt wie bei der
Reseda. Mit einer sauren Alaunbeize erhält man auf Seide oder Wolle
rote-orange Färbungen


Reseda

Färben:
Die getrocknete Reseda wird zuerst in einem Färbetopf mit Wasser aufgekocht.
Im Gegensatz zu den Färbungen mit Krapp benötigt man wesentlich mehr
Pflanzenmaterial. Danach wird der Extrakt durch ein Leinentuch filtriert.
Auch die Reseda gehört zu den Beizenfarbstoffen. Das Vorbeizen der Seide
oder der Wolle erfolgt in der Regel mit Alaun. Weinstein erzeugt eher braune
Farbtöne. Das eigentliche Geheimnis der Resedafärbung besteht nun darin,
dass dem Färbebad ein paar Teelöffel Kalk zugegeben werden. Erst dadurch
entstehen intensive Gelbtöne. Nach der Kalkzugabe färbt man das vorgebeizte
Material eine Stunde lang im kochenden Färbesud.
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Mary


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Mary
Mustertester


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Anmeldungsdatum: 07.02.2006
Beiträge: 330
Wohnort: nördl. Bremen

BeitragVerfasst am: 11.05.2006, 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

und noch eine Seite:

http://nafoku.de/flora/rot.htm

unten können auch andere Farben angewählt werden.
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Mary


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nichtmehrdabei
züchtet ihre Nägel auf Stricknadellänge


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Anmeldungsdatum: 09.05.2005
Beiträge: 1936

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Anmerkung: Rote Blütenfarbe bedeutet nicht zwingend dass man damit rot färben kann. so ergeben z.B. rote Rosen "nur" gelbe Wolle!

Zuletzt bearbeitet von nichtmehrdabei am 12.05.2006, 11:35, insgesamt einmal bearbeitet
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Ruth
Spindelbauer


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Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 922

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Rote Salbeiblüten wurden bei mir schwach rötlich.
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Grüßle,
Ruth
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ilse
macht das Garn selber


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Anmeldungsdatum: 11.09.2005
Beiträge: 526
Wohnort: thurnau

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

und welche beizmittel verwendet ihr dazu?wielange muß die wolle kochen?
_________________
lamas & alpakas forever !
www.myblog.de/lamalama
http://www.frankenlamas.de
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Nika
strickt im Schlaf


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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 727
Wohnort: Stuttgarter Umgebung

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

und das ist dann alles lichtecht? zur Not ausprobieren....
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Grüßle, Moni


auf dass sich fast alle Deine Wünsche erfüllen - denn wunschlos wäre langweilig.....
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Ruth
Spindelbauer


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Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 922

BeitragVerfasst am: 12.05.2006, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

15 % Alaun (pi mal Daumen), Wolle 1 h kochen. Salbeiblüten 1 h auskochen, in Färbetuch binden, mit Wolle 1 h kochen.
Bisher lichtecht - hab was ans Fenster gelegt. Aber sie war immer nur schwach gefärbt, aus Mangel an Salbeiblüten.
_________________
Grüßle,
Ruth
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Mary
Mustertester


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Anmeldungsdatum: 07.02.2006
Beiträge: 330
Wohnort: nördl. Bremen

BeitragVerfasst am: 20.05.2006, 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Da reichen 10% Alaun, wenn rot gefärbt werden soll, 4-5% Weinsteinrahm dabei. Soll das Rot besser strahlen lassen. Alle Naturfärbungen mache ich mit max. 10% Alaun, die Wolle nimmt eh nicht mehr auf. Wink
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Mary


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